Collegium Vocale e.V. Koblenz | 30 Jahre Collegium Vocale
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30 Jahre Collegium Vocale Koblenz

(1987–2017)

Werdegang des Chores:  Im Jahre 1987 stellte Heinz-Willi Grandjean eine kleine Vokalgruppe zusammen, mit der er anspruchsvolle Chormusik erarbeitete und zur Aufführung brachte. Aus einem kleinen Ensemble entwickelte sich eine Gemeinschaft in Kammerchorstärke. Der vorläufige musikalische Höhepunkt war die Aufführung von Monteverdis „Marienvesper“ – in Zusammenarbeit mit dem damaligen Motettenchor Koblenz unter Winfried Rive und der Choralschola Maria Laach – im Jahre 1990.

Nach Heinz-Willi Grandjean arbeitete das Collegium Vocale mit Michael Reif (1990–2004), Christoph Rethmeier (2004–2005), Christopher Wasmuth (2005–2007), Manfred Faig (2008–2015), Mathias Staut (2015) und Richard Moser (seit 2016), wobei sich der Chor unter seinem zweiten Chorleiter Michael Reif zu einem semiprofessionellen Ensemble weiterentwickelte und seit dieser Zeit einen festen Platz in der regionalen Chorszene hat. Er widmete sich in besonderer Weise den Werken der französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Louis Vierne, Maurice Duruflé, Francis Poulenc oder Olivier Messiaen.

In Kooperation mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie bestritt das Ensemble von 1997 bis 2002 einen Mozart-Zyklus mit zehn Konzerten, in denen das gesamte geistliche Chorwerk des Komponisten zu hören war. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit vielen namhaften Solisten hervorzuheben, u.a. mit der heute weltbekannten Sopranistin Simone Kermes, die 1999 bei der Aufführung von J.S. Bachs Johannes-Passion mitwirkte.

2003 initiierten das Collegium Vocale und das Staatsorchester eine mehrjährige Konzertreihe unter dem Titel „Vierklang“ in gemeinsamer Verantwortung des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie, des Bach-Chors und des KammerChors Koblenz. Beim Festival der Koblenzer Mendelssohn-Tage war das Collegium Vocale Interpret ganz unterschiedlicher Kompositionen aller Epochen.

Neben traditioneller Chorliteratur widmet sich das Collegium Vocale verstärkt modernen Komponisten wie Knut Nystedt, Leonhard Bernstein, Benjamin Britten, John Rutter, Arthur Honegger, Hugo Distler, Ernani Aguiar, Harald Feller, Vytautas Miskinis oder Carl Orff. Besondere Erwähnung verdient die Welturaufführung des „Requiems“ von Colin Mawby in Anwesenheit des englischen Komponisten im November 2010 in der Basilika St. Aposteln in Köln.

Im November 2011 gestaltete der Chor in der Zisterzienser-Abtei Marienstatt/ Westerwaldkreis ein Konzert, welches ausschließlich dem 1966 verstorbenen und weitgehend unbekannten Koblenzer Komponisten Josef Buschmann gewidmet war.

Die Leitung des Chores liegt seit 2016 in den Händen von Richard Moser, durch dessen professionelle musikalische Arbeit der Chor in der Lage ist, weiterhin Chormusik auf hohem Niveau zu präsentieren. Lag der Schwerpunkt der Chorarbeit in der Vergangenheit auf geistlicher Musik, so wird in Zukunft auch anspruchsvolle weltliche Literatur das Repertoire des Chores ergänzen.

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